Donnerstag, 8. Juli 2010

Die deutsche Mannschaft ist raus aus der WM

Die bessere Mannschaft gewinnt.



Frankreich: Ein Imam kämpft gegen die Burka

Frankreich
Ein Imam kämpft gegen die Burka

Als einziger Imam in Frankreich befürwortet Hassen Chalghoumi ein Burka-Verbot. Dafür bezahlt er einen hohen Preis: Chalghoumi erhält Morddrohungen, seine Moschee in der Pariser Vorstadt wird immer wieder von Extremisten belagert. Doch der Imam lässt sich nicht beirren. Für ihn hat der Ganzkörperschleier nichts mit Glauben zu tun. Er beraube Frauen ihrer Freiheit. Chalghoumi tritt für einen aufgeklärten Islam ein und bemüht sich auch um gute Beziehungen zur jüdischen Gemeinde.

Video hier


Sonntag, 4. Juli 2010

Freitag, 25. Juni 2010

Iran will doch keine Schiffe in den Gaza-Streifen schicken

Umstrittener Hilfskonvoi
Iran will doch keine Schiffe in den Gaza-Streifen schicken

Der Rückzieher kam spät: Zwei Tage vor dem geplanten Auslaufen eines iranischen Schiffes mit Hilfsgütern für den Gaza-Streifen, hat Teheran die Aktion abgeblasen. Die Begründung: Man wolle "diese Art von humanitärer Hilfe nicht politisch aufladen".


Teheran - Die Entscheidung dürfte die Wogen im Konflikt mit Israel glätten: Entgegen früheren Ankündigungen will Iran nun doch kein Schiff mit Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen senden. "Die Reise wird nicht stattfinden", sagte der Generalsekretär einer vom iranischen Parlament gegründeten Unterstützerorganisation für die Palästinenser, Hossein Scheicholeslam, am Freitag laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna.

Die iranische Sektion der Hilfsorganisation Roter Halbmond hatte Anfang Juni angekündigt, insgesamt zwei Schiffe mit Helfern und Hilfsgütern zum Gaza-Streifen schicken zu wollen. Ursprünglich hätte das erste Schiff am Sonntag auslaufen sollen. Israel hatte Teheran aber eindringlich davor gewarnt, die Fracht auf die Reise zu schicken.

Iran begründete seinen Rückzieher nun mit diplomatischem Einlenken: "Wir wollen diese Art von humanitärer Hilfe nicht politisch aufladen", sagte Scheicholeslam. Die Regierung in Jerusalem habe aus der Blockade des Gaza-Streifens eine "politische Angelegenheit" gemacht. "Das wichtigste ist es für uns, die Blockade zu durchbrechen." Die Hilfslieferung werde den Bewohnern des Gaza-Streifens nun "mit anderen Mittel" gebracht, sagte Scheicholeslam.

Am 31. Mai hatten israelische Soldaten bei einer Militäraktion im Mittelmeer eine internationale Hilfsflotte für den Gaza-Streifen gestürmt und dabei neun pro-palästinensische Aktivisten getötet. Diese Aktion hatte Israel heftige Kritik eingebracht.

Inzwischen hat Israel die Blockade des Gaza-Streifens gelockert und sogar europäische Außenminister in das Palästinensergebiet eingeladen.

Spiegel Online

Europa muss Schuld der Hamas an Gaza-Misere erkennen

Europa muss Schuld der Hamas an Gaza-Misere erkennen

Die europäischen Außenminister können sich bei ihrer Reise davon überzeugen, wer das Leid in Gaza verursacht: Die Hamas, und nicht Israel.


von Clemens Wergin

Selbst im israelischen Außenministerium war man überrascht, als der Chef Avigdor Lieberman ankündigte, einer Gruppe von sechs europäischen Außenministern die Einreise nach Gaza zu gestatten. Das ist zwar als Ad-hoc-Maßnahme gedacht und nicht als generelle Öffnung.

Aber es schafft auch einen Präzedenzfall. Lieberman möchte, dass sich die Minister selbst ein Bild machen, um Mythenbildung in Europa vorzubeugen. Tatsächlich gibt es die viel beschworene humanitäre Krise so nicht. Die Menschen in Gaza haben genug zu essen, und die Märkte sind voll. Die Krise besteht vielmehr in der fehlenden Perspektive.

Die Hamas ist für die Situation in Gaza verantwortlich

Die Tunnelökonomie ist so ineffizient, dass sie kaum wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht. Entsprechend viele Palästinenser sind arbeitslos und leben von der internationalen Gemeinschaft. Die seit Jahrzehnten exorbitant hohe Geburtenrate tut ein Übriges.

Die momentane Trostlosigkeit in Gaza ist aber vor allem der Hamas zuzuschreiben. Sie befindet sich nach eigenem Bekunden weiter im Kriegszustand mit Israel und lehnt die Osloer Verträge genauso ab wie das Existenzrecht Israels. Die Hamas-Regierung möchte beides: Sie will bei ihrer ideologischen Halsstarrigkeit bleiben und gleichzeitig offene Grenzen haben.

In der Praxis heißt das: Man fordert freie Grenzübergänge, will aber die israelischen Grenzbeamten – wie in der Vergangenheit mehrfach geschehen – auch angreifen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Man will, dass die Israelis palästinensische Produkte passieren lassen und auch kaufen, um die Wirtschaft in Gaza anzukurbeln, gleichzeitig behält sich die Hamas vor, genau dieselben Israelis auch weiter mit Terror zu überziehen.

Das ist eine offensichtlich absurde Position. Deshalb tun Europas Politiker gut daran, sich gelegentlich daran zu erinnern, wer wirklich für die verfahrene Situation in Gaza verantwortlich ist.

Welt Online